Bald: Ein Buch // Vorschau: Hier!

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Pablo Picasso soll einmal gesagt haben „Sie erwarten von mir, daß ich Ihnen sage, daß ich Ihnen definiere: Was ist Kunst? Wenn ich es wüßte, würde ich es für mich behalten.“ Man mag sich fragen, warum sich ein Maler wie Picasso, der nebenbei nicht gerade für ein geringes Selbstbewusstsein bekannt war, die Beantwortung dieser Frage nicht zutraute. Denkt man ein wenig länger über diese Frage nach, so wird einem sehr schnell klar, warum seine Antwort so und nicht anders ausfiel. –
Die Kunst hat ihrer Zeit schon immer einen Spiegel vorgehalten. An ihr lässt sich vieles über die Verfasstheit einer Gesellschaft und die Lebensrealitäten von Menschen ablesen. Eine endgültige und für jeden immer treffende Definition von Kunst kann es also allein deshalb schon nicht geben, weil die Kunst, wie auch die Welt in der sie entsteht, sich fortwährend verändert.
Diskussionen über das Wesen der Kunst, oder über die Frage, ob etwas Kunst ist oder nicht, werden seit sehr langer Zeit geführt und jede Epoche hat ihre eigenen, mannigfalitgen Antworten produziert. Als Picasso sagte, er würde die Definition von Kunst, würde er sie kennen, für sich behalten, tat er dies sicherlich auch mit dem Gedanken, dass die Fragen, die sich um die Kunst und ihr Wesen ranken, ein wichtiger Bestandteil der Kunst selber sind.

Auch der Kunstverein Jesteburg kann und will mit seinem Programm keine endgültigen Antworten präsentieren. Viel eher wünschen wir uns, immer neue Fragen aufzuwerfen und das Nachdenken über Kunst anzuregen und zu begleiten.

In seinem Programm hat sich der Kunstverein Jesteburg klar der Gegenwartskunst verschrieben, mit einem Fokus auf das Schaffen junger zeitgenössischer Positionen. In einer Gegenwart, die geprägt ist von sich überlagernden Multiple-Choice Situationen und einer nicht abreißenden Flut von Bildern und Informationen, fällt es nicht selten schwer, einen Überblick zu gewinnen. Wir sind froh darüber, die Entstehung von Kunst fördern zu können und dabei auch die gedankliche Auseinandersetzung mit der Gegenwart aus immer wieder anderen Perspektiven heraus zu motivieren und zu begleiten.

Dieses Buch ist entstanden, um unsere Einladung zum Dialog zu bekräftigen, und deutlich zu machen, dass unsere Tür jedem offen steht, ganz gleich wie oft und wie tief er oder sie sich bereits mit Kunst auseinandergesetzt hat. Die Publikation versammelt neben einer Dokumentation unserer Ausstellungs- und Vermittlungsarbeit innerhalb der letzten Jahre auch Texte, die sich mit den häufigsten Fragen befassen, die an uns herangetragen werden – denn auch die Institution „Kunstverein“ selbst, mit ihrer über 200jährigen Geschichte, wirft natürlich immer neue Fragen auf. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Lesern, Besuchern, Kritikern, Unterstützern und Künstlern/innen über Antworten nachzudenken.

 

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