Amelie Zadeh: Über Bilder

Amelie Zadeh: Über Bilder

Amelie Zadeh: Über Bilder

Amelie Zadeh begreift fotografische und bildliche Phänomene als Experimentierfelder, welche sie mittels unterschiedlicher Praktiken erforscht. Dafür bedient sie sich oft virtueller Bilder, visueller Hilfsmittel wie Raster und Teststreifen oder historischer Fotografien aus unterschiedlichen Kontexten, die ihr tagtäglich im Internet begegnen. Ihren Desktop bezeichnet die Künstlerin nicht selten als „Museum ohne Wände“, in welchem permanent akkumuliert wird und somit eine grenzenlose Stoffsammlung entsteht.
Zadeh eignet sich die gesammelten, visuellen Versatzstücke an und nutzt dafür verschiedene Techniken, wie analoge Abzüge in der Dunkelkammer, Solarisation oder Ätzung. Im Prozess werden die hierfür verwendeten Materialien wie z.B. Metall, Stoff oder Papier als Bedeutungsträger ebenso wichtig wie die abgebildeten visuellen Elemente.
Die durch ihre künstlerische Praxis entstehenden Arbeiten und Fragestellungen transportiert die Künstlerin über die Grenzen der eigenen Dunkelkammer bzw. des Desktops hinaus – hinein in kollektive Räume, unterschiedliche Publikationen, Ausstellungen und Texte. Bilder artikulieren sich für Zadeh vielmehr durch Prozesse, als durch ihre vermeintliche Abgeschlossenheit. Der stete Austauschen zwischen künstlerischer und editorischer/kuratorischer Arbeit entspricht einem permanenten Forschen – am Bild selbst, am Medium Fotografie und zeitgenössischer Bildpolitik.

Amelie Zadeh, geboren 1985 in Linz, lebt und arbeitet derzeit in Hamburg und Wien. Sie studierte Theater-, Film und Medienwissenschaft an der Uni Wien und machte 2016 in der Klasse für Kunst und Fotografie (Matthias Herrmann, Mona Hahn) Diplom an der Akademie der Bildenden Künste Wien.

 

Leave a Reply

Name*

e-Mail * (will not be published)

Website